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Wie alles begann...


Ich sitze vor dem Laptop, das Video Call Fenster geöffnet, Carolin Ehrensberger, die Gründerin von Coach-Wave, kommt in den Call und sofort erfüllt ihr breites Grinsen meinen Bildschirm. Ich habe Sie um ein Interview für diesen Blogpost gebeten, wir wollen über ihren Weg zur Gründung von Coach-Wave sprechen. 

“Wer ich bin? Das ist doch gar nicht so wichtig”, lacht Caro und beginnt zu erzählen.  Nach dem Abitur in Düsseldorf hat sie BWL studiert und nach dem Bachelor ihren Weg in die Tech-Branche zu einem jungen Softwareunternehmen gefunden.

Sie konnte gemeinsam mit dem Unternehmen wachsen, “highs und lows” mitnehmen und Teil des Leadership Teams werden. Schließlich hat sie aber vor allem ihre Leidenschaft für Strategiethemen und Product Development dort gefunden und ihren  "Entrepreneurial Spirit” entdeckt, der fortan ihr Wegbegleiter wurde. 


Wir vertiefen uns im Gespräch und schnell wird klar, wie wegweisend die erste Berufserfahrung für Caros weiteren Weg war. Ihre neugierige, offene und professionelle Art ermöglicht es ihr, sich schnell einzuarbeiten und komplexen Aufgaben zu begegnen. Angetrieben durch den Wunsch, sich weiterzuentwickeln, nimmt sie an einer Online-Schulung zum Thema Product Management teil. In diesem Webinar, begegnet sie einer Product Coach, die sie begeistert, kurzerhand sucht sie den Kontakt und vereinbart ihre erste "Karriere” Coaching Session. Gemeinsam besprechen sie Caros berufliche Anforderungen, ihre Erwartungshaltung, Ziele und fördern ihre fachlichen Kompetenzen und Stärken. Nach mehreren Sitzungen zeichnete sich für Caro eine Veränderung in ihrem Berufsleben ab. Sie fühlt sich mental strukturierter, vertraut mehr in ihre Stärken und ist motiviert, die nächsten Schritte in ihrer beruflichen Entwicklung zu gehen. Ihr erstes Coaching verzeichnet sie als “vollen Erfolg”.


Caro erkennt daraufhin auch im Leadership Team kleinere und größere Baustellen, die mit Coaching gelöst werden könnten. Gemeinsam mit dem Team überlegt sie, ein Gruppencoaching zu machen. Der Wunsch war, die Zusammenarbeit, Arbeitsprozesse und Kommunikation innerhalb des Teams zu verbessern. Jedoch führte der Vorschlag nicht bei allen zu Begeisterung: “Ein paar Kolleg:innen kämpften mit Vorurteilen gegenüber Coaching und hatten Hemmungen, sich möglicherweise verletzlich zu zeigen”, erinnert sich Caro. 

Für Caro ist Offenheit immer eine Chance, um sich weiterzuentwickeln: “Letztendlich kann man immer etwas dazulernen", sagt sie. Nach erfolgreicher Überzeugungsarbeit entschließt sich das Team an einem zweitägigen Strategieworkshop und anschließenden punktuellen Coaching Sessions teilzunehmen. Das Fazit: Mit seinen Kolleg:innen offen über Schwächen, Stärken, Probleme und Potenziale zu reden, ist herausfordernd, aber gewinnbringend. Sich als Team gemeinsam dieser Herausforderung zu stellen, bot eine Chance, nicht nur sich selbst besser kennenzulernen, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zu stärken und zu vertiefen. 


“Mich selbst zu verstehen, das fasziniert mich irgendwie”, antwortet Caro mit einem breiten Grinsen auf meine Frage, woher ihr Interesse für psychologische Themen stammt. Seitdem sie denken kann, treibt es sie an, die größeren Fragen nach dem Wieso, Warum, Weshalb zu stellen. Offene Kommunikation sei ihr dabei mit in die Wiege gelegt worden. Um sich selbst besser kennenzulernen, ist es für sie wichtig, offen mit Familie, Freunden aber auch Fremden zu sprechen. Je älter sie wurde, desto größer wurde ihr Wunsch, auch anderen Menschen dabei helfen zu können, sich selbst besser kennenzulernen. Mit dem Ziel, die notwendigen Skills zu lernen, um selbst etwas zu gründen, das den Menschen dabei hilft, ihr ganzes Potenzial zu entfalten, entschließt sie sich, ihren Master in “Digital Innovation & Entrepreneurial Leadership” zu machen. 

Die erste Idee, wie so etwas aussehen könnte, kommt ihr mit ihren Kommiliton:innen eines Tages, als ihnen die Aufgabe gestellt wird, auf die Straße zu gehen und Fremde nach ihren Misserfolgen zu befragen.“Wir waren überrascht, wie offen die Menschen mit uns geredet haben. Das war total crazy”, erinnert sie sich. Die Erkenntnis, dass Menschen sich in ihren Misserfolgen oft allein fühlen, gab den Impuls zu der Idee, eine Software zu entwickeln, die Menschen, die vor Herausforderungen stehen, mit Leuten verbindet, die ihnen helfen können. Die Frage, wie so eine Plattform aussehen könnte, begleitete Caro fortan. 


Der Wunsch, ihren eigenen Weg zu gehen, wird im Laufe des Studiums, parallel zu ihrer Karriere immer größer. Zusätzlich möchte sie sich privat weiterentwickeln. Aufgrund ihrer vorherigen positiven Coaching Erfahrungen, entschließt sie sich auch dieses Mal wieder einen Coach zu suchen. “Für mich war es wichtig, jemanden zu finden, der/die mir dabei hilft, meine eigenen Themen und Gedanken zu sortieren und zu strukturieren”, erzählt Caro. Die Frage war nun “Wo kriege ich so jemanden her?”. 

Caro hat Glück, ihre Mutter ist selbst Coach und kann dadurch auf ein breites Netzwerk von renommierten Coaches zugreifen. Schnell ist ein Termin vereinbart. Direkt zu Beginn des Coachings merkt Caro jedoch, dass es zwischenmenschlich gar nicht passt. Trotzdem vollendete sie die Coaching Stunde, schließlich hatte sie diese bereits teuer bezahlt. Rückblickend sagt Caro, dass “es sich eher so anfühlte, als hätte ich drei Schritte zurück gemacht als einen nach vorne.”

Normalerweise ist ein kostenloses Kennenlerngespräch üblich, “um zu gucken, ob die Chemie stimmt, ob man sich wohlfühlt, dieser Person von seinen Problemen und Sorgen zu erzählen”, stellt Caro im Nachhinein fest. “Ich glaube immer noch, dass der Coach nicht prinzipiell schlecht war. Ihre Art zu coachen, die für andere vielleicht super klappt, war zu diesem Zeitpunkt aber einfach nicht das richtige für mich”, ergänzt sie. Der Gedanke, dass dieses Mismatching vermeidbar gewesen wäre, beflügelt ihre Idee für eine eigene Coaching Platform. 


Durch eine Empfehlung fand Caro schließlich einen passenden Coach, die eine kostenfreie Kennenlern-Session vorab anbot. "Sie war mir im Kennenlerngespräch sofort sympathisch, wir konnten dort abstecken, ob sie mir bei meinen Themen helfen könnte und einen Plan entwerfen, wie wir an diesen arbeiten würden. Das gab mir ein gutes Gefühl.” Caro entschloss sich, eine weitere Session zu vereinbaren und mit dem Coaching zu beginnen. 

In ihrem 1:1 Coaching beschäftigt Caro sich mit den Fragen “Was will ich am Ende meines Lebens erreicht haben? Worauf wäre ich stolz? Was will ich für ein Leben leben?”. Gemeinsam gehen sie Ihre Optionen durch, Jobwechsel, Gründen oder ganz was anderes machen? Sie machen eine praktische Übung, Caro soll die Optionen aufschreiben und die Zettel mit den einzelnen Möglichkeiten auf den Boden legen. “Ich musste quasi die Möglichkeiten besuchen und erzählen, wie mein Leben aussehen würde”, erinnert sich Caro. Schnell stellt sich heraus, dass der Zettel auf dem groß “Gründen” steht, sie wie magisch anzieht und sich richtig anfühlt. “Es fühlte sich so an, als hätten die Begegnungen im Master, sowie die beruflichen Erfolge mich hierhin geführt”, sagt sie. Für sie steht nach dem Coaching fest: "Ich muss das probieren, mein eigenes Ding aufzubauen”.



Caro trifft also eine Entscheidung, sie möchte gründen. Die Themen, die sie begeistern, sind mentale Gesundheit, zwischenmenschlicher Austausch und persönliche Weiterentwicklung. Sie findet, dass es einfacher sein müsste, Professionals/ Coaches zu finden, wenn man ein Thema hat, mit dem man sich alleine fühlt, Hilfe braucht und sein Potenzial entfalten will. Caro erzählt, dass sie anfing, sich umzuhören. Sie sprach mit Coaches und erfuhr von deren Challenge, Kund:innen zu finden. Im Austausch mit ihren Freund:innen zeichnet sich der Wunsch ab, über Themen zu sprechen, sich weiterentwickeln zu wollen, nur wisse keine:r so recht wie und wo sie so jemanden finden könnten, erinnert sich Caro. Long story short: "Auf beiden Seiten scheint es Probleme zu geben. Die Coaches wollen mehr coachen -  finden aber ihre Klient:innen nicht. Die Leute, die sich coachen lassen wollen, finden ihre Coaches nicht. Der ganze Prozess ist total intransparent, die Qualifikationen der Coaches sind unklar, kostenfreie Erstgespräche sind mal Standard, mal nicht, die Suche nach einem passenden Coach dauert teilweise ewig…”, Caro ist sich sicher, dafür sollte es eine Technologie geben! In diesem Bereich kann sie helfen! 


“Und heute sitzen wir hier”, stellt Caro abschließend fest und grinst, ich danke ihr für das Interview und lege auf. Ich bin beeindruckt von ihrem Mut, sich selbst herauszufordern, beruflich sowie privat, und glaube daran, dass wir alle aus Caros Geschichte etwas lernen können. Ihr Entschluss, ihr "Entrepreneurial Spirit” und ihre Überzeugungen haben schließlich zu der Gründung von Coach-Wave geführt. Eine Plattform, die das Ziel hat, das seelische Wohlbefinden und die persönliche Weiterentwicklung von Menschen zu unterstützen. Coach-Wave ermöglicht es, einfach und transparent einen passenden und qualifizierten Coach zu finden, der/die einem dabei helfen kann, das eigene Potenzial zu entfalten und etwaige Krisen zu meistern. Am Ende geht es darum zu zeigen, dass wir alle mit unseren Schwächen kämpfen, aber auf der Reise zu unseren Stärken nicht alleine sind.



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